Die Trainingsmethode für Körper, Geist und Seele wurde bereits in den 20er Jahren von dem deutschen Athleten Joseph Pilates entwickelt. Joseph Hubertus Pilates wurde 1880 in Düsseldorf/Deutschland geboren. Er war ein krankes Kind, das unter Asthma, Rachitis und Rheuma litt. Als junger Mann beschloss Pilates, gegen seine Gebrechen und Leiden anzukaempfen. Er begann Sport zu treiben, nahm Yoga- und Gymnastikunterricht und interessierte sich für alles, was mit Körpertraining und Rehabilitation zu tun hat.

Er entwickelte seine ganzheitliche Methode während des 1. Weltkrieges und verbesserte sie, als er in die USA immigrierte. Er eröffnete bereits 1926 sein erstes Studio in New York City. Pilates entwickelte sein Porgramm, das er „Contrology” nannte, kontinuierlich weiter. Er vereinte schon damals östliche Disziplinen wie Yoga mit westlichen Fitnesstrends. In dieser Zeit entstanden auch die „Matwork”-Übungen, die heute in den meisten Pilatesstudios praktiziert werden.

Zu seinem Kundenstamm gehörten Tänzer wie Martha Graham und George Balanchine, die das Training für sich entdeckten, um sich fit zu halten oder sich von Verletzungen zu rehabilitieren.

Joseph Pilates starb 1967 im Alter von 83 Jahren.

Seit Jahrzehnten wird Pilates in den USA und zunehmend auch in Europa von Fitnessbegeisterten, Managern, Models, Schauspielern und Tänzern praktiziert. Zielsetzung des Workouts ist der Aufbau bzw. Erhalt einer schlanken und athletisch wirkenden Figur in Verbindung mit einer aufrechten Haltung und bewussten, klaren Bewegungen.

„Meine Methode“, sagte Joseph H. Pilates, „fördert den Körper ganzheitlich. Sie korrigiert Fehlhaltungen, aktiviert die körperliche Leistungsfähigkeit, stärkt die Konzentrationsfähigkeit und steigert die Lebensqualität. Die trainierten Stabilisierungs- und Korsettmuskeln richten einerseits die Wirbelsäule auf und anderseits wirken sie wie ein Mieder. Der Effekt: Frau und Mann ist größer und wirklich schlanker.“