„Gleichgewicht ist das Geheimnis des Lebendigen.” (Hans Peter Duerr)

Rebalancing ist eine einzigartige Synthese aus Bindegewebsmassage, Gelenklockerung, Körperlesen und der unterstützenden Körperintelligenz. Sie lehnt sich an die Arbeit von Ida Rolf an und ist als ein Programm von zehn Sitzungen angelegt, von denen jede ein anderes Körperthema berücksichtigt. Enthalten sind auch Elemente von Methoden wie Feldenkrais, Meditation, Schulung der Aufmerksamkeit und des Körperbewusstseins.

Rebalancing orientiert sich an Ihrem Körper und ist getragen von Akzeptanz, Präsenz und dem Wissen, dass jeder Körper alles hat, was er zur Heilung braucht. Ihre Selbstregulierungskräfte werden angeregt, und Sie werden unmittelbar nach den Behandlungen mehr Lebensqualität erfahren.

Geschichte

Vorformen der Körpertherapie, die später als Rebalancing bezeichnet wurde, entstanden gegen Ende der siebziger Jahre im Ashram von Bhagwan Shree Rajnesh (später Osho), wo Körpertherapeuten vieler verschiedener Richtungen ihre Erfahrungen miteinander teilten. Es wird berichtet, neben Vertretern von Rolfing, Feldenkrais, Trager, Postural Integration, Diodynamischer und Psychischer Massage seien auch Therapeuten der Alexander-Technik, Osteopathie, Polarity, Shiatsu und Akupunktur beteiligt gewesen.

„Gesundsein heißt, mit der Natur des Menschen im Einklang zu sein.“ (Erich Fromm)

Vorteile einer Rebalancing Massage:

  • Gesteigertes Körperbewusstsein und Körperhaltung
  • Verbesserte Gelenkartikulation und Bewegungsgrad
  • Verhinderung von Muskelkrämpfen, Muskelverspannungen und Steifheit
  • Erhöhung von Entspannung und Wohlbefinden von Körper, Geist und Seele
  • Mit Hilfe der Rebalancing-Massagen wird die Selbstregulationsfähigkeit unseres Körpers aktiviert.

Berührung ist Verbindung, ist Kommunikation. Berührung ist das Gefühl der Zusammengehörigkeit, das Erlebnis der Verbundenheit.

Rebalancing Struktur

Rebalancing ist ein System von zehn aufeinander aufbauenden Sitzungen und Themen. Einzelbehandlungen erfolgen häufig an einem bestimmten (Schmerz-)Thema. Bei chronischen Beschwerden oder dem Wunsch nach tiefgehender Veränderung empfehlen sich die zehn Behandlungen. Es kann aber auch eine Rebalancingbehandlung einmalig gebucht werden. Jede Behandlung ist ca. 60 Minuten lang. Das Hauptaugenmerk liegt im Wohlbefinden des Patienten – die Tiefengewebsmassage soll effektiv, aber nicht schmerzhaft sein. In einer meditativen Weise wird der Patient behandelt, so dass sich der Patient vollkommen entspannen kann und Spannungen sich lösen. Wichtig ist auch, das verbesserte Körpergefühl zu erspüren und langfristig zu behalten.

„Wer innehält, erhält innen Halt.” (Laotse)

Massage statt Medizin

Eine Massage steigert die Abwehrkräfte und verringert die Konzentration an Stresshormonen im Körper. Das haben US-Forscher in einer Studie gezeigt, in der sie Blutproben von Versuchsteilnehmern untersuchten, die über einen Zeitraum von 45 Minuten massiert worden waren. Dabei stellten sie erhöhte Mengen der für die Körperabwehr zuständigen weißen Blutkörperchen fest. Außerdem war der Anteil des Stresshormons Cortisol im Blut der Probanden verringert. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnten Massagen zukünftig eine Rolle bei der Behandlung von Entzündungs- und Autoimmunerkrankungen spielen.

Für die Studie unterzogen sich 29 Versuchsteilnehmer einer 45-minütigen Schwedischen Massage – der klassischen Form der Massage. Eine Kontrollgruppe, bestehend aus 24 Freiwilligen, wurde der Körper nur leicht berührt. Zum Zeitpunkt der Studie waren alle Teilnehmer zwischen 18 und 45 Jahre alt und sowohl geistig als auch körperlich gesund. Bevor die Probanden sich bei der Massage entspannen konnten, wurde ihnen ein intravenöser Katheter gelegt, um während der Massagesitzung Blutproben entnehmen zu können. Nach einer Ruhephase von 30 Minuten wurde den Freiwilligen vor Beginn der Massage Blut entnommen. Nach der von ausgebildeten Massagetherapeuten durchgeführten Sitzung entnahmen die Wissenschaftler weitere Blutproben sowohl eine Minute nach Beendigung als auch 5, 10, 15, 30 und 60 Minuten später.

Dabei stellte sich heraus, dass eine einzige Massage schon einen messbaren Nutzen für den Massierten hat. Bei der Gruppe, die nach der klassischen Methode massiert worden war, stellten die Wissenschaftler um Mark Rapaport vom Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles im Vergleich zu der Kontrollgruppe eine erhöhte Anzahl an Lymphozyten fest. Diese zu den weißen Blutkörperchen zählenden Immunzellen patrouillieren unermüdlich den Körper auf der Suche nach schädlichen Eindringlingen wie Viren, Bakterien oder Giftstoffe. Darüber hinaus entdeckten die Forscher, dass das Stresshormon Cortisol in geringeren Mengen im Blut der Probanden zu finden war, die sich bei der schwedischen Massage entspannen konnten. Gleichzeitig verringerte sich die Menge des Hormons Arginin-Vasopressin im Blut, welches mit aggressivem Verhalten in Verbindung gebracht wird.

In den USA sind Massagen äußerst beliebt, neun Prozent aller Erwachsenen gehen mindestens einmal im Jahr zu einer Sitzung. „Viele Menschen sehen eine Massage als Teil eines gesunden Lebensstils an“, erklärt Rapaport, „doch bis jetzt gab es keine physiologischen Beweise für eine Stärkung des Immunsystems.“ Die Wissenschaftler hoffen darauf, dass ihre Studie zukünftig Auswirkungen auf die Behandlung von Autoimmun- und Entzündungserkrankungen hat.

Mark Rapaport (Cedars-Sinai Medical Center, Los Angeles) et al.: Journal of Alternative and Complementary Medicine, Online-Vorabveröffentlichung, doi:10.1089/acm.2009.0634
dapd/wissenschaft.de – Gwydion Brennan